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<title>Menschenopfer</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Menschenopfer</span></h1>
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<p><b>Menschenopfer</b> waren die größtmöglichen <a href="Opfer_(Religion)" title="Opfer (Religion)">Opferungen</a>, bei denen Menschen im Rahmen eines <a href="Religion" title="Religion">religiösen</a> oder anderen <a href="Kult" title="Kult">Kults</a> getötet wurden, weil die Gesellschaft glaubte, so den Forderungen einer Gottheit oder magischen Kraft zu dienen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Menschenopfer wurden schon aus der prähistorischen Zeit dokumentiert und kommen in alten <a href="Kultur" title="Kultur">Kulturen</a> vor, wobei ihr Sinn verschieden begründet wurde: Sie können einer Gottheit als Nahrung dienen, ihren Forderungen nachkommen, auf ihren „Zorn“, das heißt eine Notlage, reagieren, um weiteres Unheil abzuwehren, von ihr einen <a href="Segen" title="Segen">Segen</a> erbitten oder der Gabe mit einer Gegengabe danken. In Südamerika wurden Menschen während Dürreperioden geopfert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Arten_und_Zwecke">Arten und Zwecke</h2></div>
<p>Die ältesten Funde von rituell getöteten Menschen verweisen auf die Bewältigung einer Notlage: Ihre Opferung diente anderen Menschen direkt zur Nahrung (siehe auch: <a href="Kannibalismus" title="Kannibalismus">Kannibalismus</a>) oder indirekt dazu, die Zuwendung einer Gottheit wiederherzustellen, von der man Abhilfe eines Mangels erwartete. Allerdings ist wissenschaftlich umstritten, ob rituell getötete Menschen auch tatsächlich verzehrt wurden.
</p><p>Menschenopfer dienten außerdem zur Heiligung, Entprofanisierung bzw. <a href="Weihe_(Religion)" class="mw-redirect" title="Weihe (Religion)">Weihe</a> von <a href="Kultst%C3%A4tte" title="Kultstätte">Kultstätten</a> und/oder -gebäuden. Ein am Fuß einer Mauer oder unter einer Türschwelle beigesetztes Fundamentopfer (belegt in <a href="Gezer" title="Gezer">Geser</a>, <a href="Megiddo" title="Megiddo">Megiddo</a> und Taanak) sollte einen bisher unbebauten Platz vor den bösen Geistern, deren Wohnsitz man dort annahm, schützen, sie befriedigen und abfinden. Das eingegrabene Familienmitglied fungierte so als <a href="Geistwesen#Schutzgeister" title="Geistwesen">Schutzgeist</a> des Hauses oder zur Abwehr von <a href="D%C3%A4mon" title="Dämon">Dämonen</a>.
</p><p>Katastrophen wie <a href="D%C3%BCrre" title="Dürre">Dürren</a>, <a href="Erdbeben" title="Erdbeben">Erdbeben</a>, <a href="%C3%9Cberschwemmung" title="Überschwemmung">Überschwemmungen</a>, <a href="Vulkanausbruch" title="Vulkanausbruch">Vulkanausbrüche</a> etc. sah man als Zeichen des Zornes der Götter (siehe auch: <a href="Zorn_Gottes" title="Zorn Gottes">Zorn Gottes</a>). Menschenopfer sollten den Zorn beschwichtigen. Die <a href="Kreta" title="Kreta">Kreter</a> versuchten so die Zerstörung ihrer Insel aufzuhalten.
</p><p>Opferungen bei der Bestattung eines Herrschers oder Oberpriesters kamen mit den Hochkulturen auf. Diese Getöteten sollten dem Toten im <a href="Jenseits" title="Jenseits">Jenseits</a> zu Diensten sein. <a href="Mongolen" title="Mongolen">Mongolische</a>, <a href="Skythisch" class="mw-redirect" title="Skythisch">skythische</a> und <a href="Mittelamerika" title="Mittelamerika">mittelamerikanische</a> Anführer nahmen den größten Teil ihres Hauswesens einschließlich der Bediensteten und <a href="Konkubine" class="mw-redirect" title="Konkubine">Konkubinen</a> mit ins Jenseits.
</p><p>Manche Menschenopfer dienten Priestern für <a href="Mantik" class="mw-redirect" title="Mantik">Weissagungen</a> der <a href="Zukunft" title="Zukunft">Zukunft</a> aus Körperteilen hingerichteter <a href="Gefangener" title="Gefangener">Gefangener</a> oder <a href="Sklaverei" title="Sklaverei">Sklaven</a>. Nach <a href="Strabon" title="Strabon">Strabo</a> töteten die <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a> das Opfer mit dem Schwert und weissagten aus den Todeszuckungen.
</p><p>Im <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reich</a> wurden Menschen bei rituellen Kampfspielen, in einem angeblich fairen Kampf, gegen einen <a href="Gladiator" title="Gladiator">Gladiator</a> geopfert, um so Macht und Überlegenheit zu demonstrieren.
</p><p>Gefangene wurden auch von den <a href="Germanen" title="Germanen">Germanen</a> dem Volks-, Stammes- oder Kriegsgott als Dankopfer dargebracht, zum Beispiel nach der <a href="Varusschlacht" title="Varusschlacht">Varusschlacht</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft_und_Verbreitung">Herkunft und Verbreitung</h2></div>
<p>Rituelle Menschenopfer werden vermutlich schon durch <a href="Pal%C3%A4olithikum" class="mw-redirect" title="Paläolithikum">paläolithische</a> Funde dokumentiert, beispielsweise in Form von bearbeiteten Schädeln im Kontext kultischer <a href="Anthropophagie" class="mw-redirect" title="Anthropophagie">Anthropophagie</a> (Essen des (geopferten) Körpers) bei rituellen Mahlzeiten.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein theoretischer, psychoanalytischer Erklärungsversuch für das Aufkommen der ersten Menschenopfer geht einher mit der gewonnenen Fähigkeit früher Menschen, sich an traumatische Ereignisse erinnern zu können, und diese durch rituelle Wiederholung und Verschiebung verarbeiten zu wollen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Neolithikum" class="mw-redirect" title="Neolithikum">Neolithikum</a> traten Menschenopfer, mit einer synchronen Entfaltung der materiellen wie geistigen Kultur, vermutlich im Kontext von Siedlungsopfern auf, stellten jedoch eine Ausnahmeerscheinung dar. Die Annahme oder Ablehnung von bestimmten Funden als explizites Zeugnis eines Menschenopfers unterliegt der jeweiligen fachlichen Deutung. Sicher sind Menschenopfer erst <a href="Bronzezeit" title="Bronzezeit">bronzezeitlich</a> im <a href="Eurasisch" class="mw-redirect" title="Eurasisch">vordereurasischen</a> Raum verifizierbar.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der griechisch-römischen <a href="Antike" title="Antike">antiken</a> Literatur ist das Menschenopfer ein häufiges Motiv. Mythen wie der <a href="Minotaurus" class="mw-redirect" title="Minotaurus">Minotaurus</a>, die Opferung der <a href="Iphigenie" title="Iphigenie">Iphigenie</a>, der <a href="Prometheus" title="Prometheus">Prometheusmythos</a> enthalten Darstellungen, wie die Fesselung, die Hinweise, beziehungsweise Reflexionen, archaischer Vorbilder von konkreten Praktiken im Opferkontext zeigen.
</p><p>Menschen wurden von <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a> wie Germanen, <a href="Slawen" title="Slawen">Slawen</a> und <a href="Punier" title="Punier">Puniern</a> geopfert. Da die meisten Informationen darüber von anderen Völkern stammen, die die Religion ihrer Gegner oder Vorläufer ablösten (<a href="Griechen" title="Griechen">Griechen</a> und <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römer</a> berichteten über Kelten und Punier, <a href="Christ" class="mw-redirect" title="Christ">Christen</a> später über Germanen und die Skandinavier), können die Darstellungen polemisch übertrieben sein. Einen solchen Fall stellt beispielsweise der Kinderfriedhof von Karthago dar, der wegen Unterstellungen römischer Autoren von Menschenopfern als Opferfriedhof gedeutet wurde. Dies wurde jedoch 2010 als falsche Annahme widerlegt.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Unter anderem deshalb sind Berichte von Fremden über Menschenopfer kritisch zu sehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="China">China</h2></div>
<p>Für das <a href="Chinesisches_Altertum" title="Chinesisches Altertum">alte China</a> ist bekannt, dass man dort junge Männer und Frauen den Flussgottheiten opferte. In der <a href="Shang-Dynastie" title="Shang-Dynastie">Shang-Dynastie</a> (1766–1080 v. Chr.) mussten Dutzende Diener und Konkubinen den Königen ins Grab folgen. In der Zeit der späten <a href="Zhou-Dynastie" title="Zhou-Dynastie">Zhou-Dynastie</a> sind diese Bräuche nicht mehr belegt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Insbesondere in den letzten 200 Jahren der Shang-Dynastie war die Opferung von Menschen zentraler politischer Bestandteil in China, wodurch die Oberschicht ihre Macht festigte. Schätzungen zufolge wurden in dieser Zeit über 13 000 Menschen geopfert, deren Gräber in den königlichen Friedhöfen seit den 1930er Jahren ausgegraben werden.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Altes_Ägypten"><span id="Altes_.C3.84gypten"></span>Altes Ägypten</h2></div>
<p>Im <a href="Altes_%C3%84gypten" title="Altes Ägypten">Alten Ägypten</a> waren Menschenopfer wahrscheinlich in der <a href="Fr%C3%BChdynastische_Periode_(%C3%84gypten)" class="mw-redirect" title="Frühdynastische Periode (Ägypten)">1. und 2. Dynastie</a> (ca. 3032–2707 v. Chr.) üblich. Um die Grabanlagen hoher Beamter und Könige dieser Zeit in <a href="Abydos_(%C3%84gypten)" title="Abydos (Ägypten)">Abydos</a> zum Beispiel in der <a href="Nekropole" title="Nekropole">Nekropole</a> <a href="Umm_el-Qaab" title="Umm el-Qaab">Umm el-Qaab</a> und <a href="Sakkara" title="Sakkara">Sakkara</a> fanden sich Reihen kleiner Gräber, die als Einheit erbaut und vermutlich auch gleichzeitig belegt wurden. Es wird davon ausgegangen, dass es sich hier um den Hofstaat der Könige und hoher Beamter handelt, der mit diesen bestattet wurde; deshalb spricht man von <a href="Nebenbestattung" title="Nebenbestattung">Nebenbestattungen</a>. Bei den Bestatteten handelt es sich meist um junge Männer.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieser Brauch starb Mitte der 2. Dynastie spätestens mit der Bestattung des Königs <a href="Peribsen" title="Peribsen">Peribsen</a> (um 2760 v. Chr.) aus, dessen Grabmal keine Nebengräber aufwies.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Mesopotamien">Mesopotamien</h2></div>
<p>In <a href="Mesopotamien" title="Mesopotamien">Mesopotamien</a> sind Menschenopfer in den sogenannten <a href="K%C3%B6nigsgr%C3%A4ber_von_Ur" title="Königsgräber von Ur">Königsgräbern</a> von <a href="Ur_(Stadt)" title="Ur (Stadt)">Ur</a> (ca. 2500 v. Chr.) bezeugt. Neben der Hauptgrabanlage, die einem lokalen König, einer Königin oder einer hohen Person gehören konnte, fanden sich zahlreiche weitere Leichen, oftmals in Reihen angeordnet und reich mit Schmuck ausgestattet. Sie wurden vermutlich durch Gift umgebracht. Bei jedem von ihnen fand sich ein Becher.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Indien">Indien</h2></div>
<p>In altindischer Zeit wird die rituelle Tötung von Menschen, <a href="Sanskrit" title="Sanskrit">Sanskrit</a> <i>purushamedha</i> (aus <i><a href="Purusha" title="Purusha">purusha</a></i>, „Mensch“, und <i>medha</i>, „Opferritual, Opfertier“), an mehreren Stellen in den <i><a href="Brahmanas" title="Brahmanas">Brahmanas</a></i>, den <a href="Veda" title="Veda">vedischen</a> Priestertexten aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr., gefordert. <a href="Albrecht_Weber" title="Albrecht Weber">Albrecht Weber</a> (1868) stellt die entsprechenden detailreichen Textstellen vor, erkennt jedoch keine archäologischen Hinweise, die Menschenopfer bestätigen könnten, und vermutet einen eher allegorischen Zweck der Menschenopferanweisungen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Zentrum stehen drei Rituale, die Menschenopfer erforderten: Zunächst sollen fünf Blutopfer vollzogen werden – von einem Menschen, einem Pferd, einem Schaf und einer Ziege, um die Stätte für das Feueropfer (<i>agnicayana</i>) einzurichten. Die Leiber der enthaupteten Opfer werden in das Wasser gelegt, mit dem der Ton geformt wird, um den daraus gebrannten Ziegeln Festigkeit zu geben. Die Köpfe werden später in die Tonpfanne für das heilige Feuer (<i>ukha</i>)<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gesetzt, wo sie der Priester mit Milch und <a href="Ghee" title="Ghee">Ghee</a> bestreicht und dazu heilige Sprüche rezitiert. Das eigentliche Menschenopfer <i>purushamedha</i> entspricht in seiner Struktur dem Pferdeopfer <i><a href="Ashvamedha" title="Ashvamedha">ashvamedha</a></i>, das im <a href="Rigveda" title="Rigveda">Rigveda</a> vorkommt und auch in die Handlung des großen Epos <i><a href="Mahabharata" title="Mahabharata">Mahabharata</a></i> einbezogen ist. Bei einem weiteren, <i>purushamedha</i> genannten Ritual werden 166 oder 184 Menschen zugleich an entsprechend viele Götter geopfert. Die Opfermenschen sollen aus allen namentlich aufgelisteten Klassen und Berufsgruppen ausgewählt werden. Menschenopfer dieser Größenordnung wären praktisch kaum umsetzbar gewesen. Der symbolische Gehalt wird deutlich, wenn es an einer Stelle heißt, nachdem das heilige Feuer um die an Pfosten angebundenen Opfer herumgetragen wurde, sollten alle oder nach anderer Lesart die meisten Menschen freigelassen werden.
</p><p>Die wenigen aus der nachvedischen Zeit überlieferten Schilderungen von Menschenopfern sind alle Legenden und phantastische Übertreibungen, so in einem buddhistischen <a href="Jataka" title="Jataka">Jataka</a> und in einer <a href="Jainismus" title="Jainismus">jainistischen</a> Erzählung.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nubien">Nubien</h2></div>
<p>In <a href="Nubien" title="Nubien">Nubien</a> sind Menschenopfer bei Bestattungen mit Sicherheit in zwei Perioden bezeugt. In der <a href="Kerma-Kultur" title="Kerma-Kultur">Kerma-Kultur</a> (bis ca. 1550 v. Chr.) wurde eine große Anzahl von Gefolgsleuten mit ihrem Herrscher bestattet, Hunderte von Leichen fanden sich in den Königsgräbern in <a href="Kerma_(Sudan)" title="Kerma (Sudan)">Kerma</a>.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese Sitte verschwand mit dem Untergang dieser Kultur. Sie ist wieder in <a href="Ballana" title="Ballana">Ballana</a> und <a href="Qustul" title="Qustul">Qustul</a>, im 4. bis 6. nachchristlichen Jahrhundert belegt. An diesen Orten fanden sich große <a href="H%C3%BCgelgrab" title="Hügelgrab">Grabhügel</a>, die zum Teil unternubischen Königen gehörten. Auch hier gab es die Sitte, Gefolgsleute mitzubestatten.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Europa">Europa</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ur-_und_Frühgeschichte"><span id="Ur-_und_Fr.C3.BChgeschichte"></span>Ur- und Frühgeschichte</h3></div>
<p>Es gibt Hinweise auf Menschenopfer in verschiedenen <a href="Sakralbau" title="Sakralbau">Kultbauten</a> in Europa. In der <a href="Kreisgrabenanlage_von_Goseck" title="Kreisgrabenanlage von Goseck">Kreisgrabenanlage von Goseck</a> wurden Menschenknochen mit Fleischabschabungen gefunden,<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> auch in <a href="Stonehenge" title="Stonehenge">Stonehenge</a> gab es Funde, die auf Menschenopfer hinweisen.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Michael_Rind" title="Michael Rind">Michael M. Rind</a> zählt in seinem Buch „Menschenopfer“ Fundplätze aus allen vorgeschichtlichen Perioden Europas auf, auf die er durch archäologische Belege hinweist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Griechische_Antike">Griechische Antike</h3></div>
<p>Die <a href="Antikes_Griechenland" title="Antikes Griechenland">alten Griechen</a> praktizierten Menschenopfer; es gibt Hinweise auf Opferungen anlässlich der <a href="Kronia" title="Kronia">Kronia</a> (Erntefeiern des <a href="Kronos" title="Kronos">Kronos</a>) und von Jungfrauen für <a href="Artemis" title="Artemis">Artemis</a>. Eine im ganzen griechischen Raum verbreitete Form von Menschenopfern war auch der <i><a href="Pharmak%C3%B2s" class="mw-redirect" title="Pharmakòs">pharmakòs</a></i>.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein prominentes Opfer in der griechischen Mythologie war <a href="Iphigenie" title="Iphigenie">Iphigenie</a>, die Tochter <a href="Agamemnon" title="Agamemnon">Agamemnons</a> und der <a href="Klyt%C3%A4mnestra" class="mw-redirect" title="Klytämnestra">Klytämnestra</a>, die jedoch von Artemis gerettet wurde.<sup id="cite_ref-antik_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-antik-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ein weiterer solcher Mythos handelt von <a href="Polyxena_(Tochter_des_Priamos)" title="Polyxena (Tochter des Priamos)">Polyxena</a>, die von <a href="Neoptolemos" title="Neoptolemos">Neoptolemos</a> geopfert wurde, worauf die Flotte der Griechen nach der Eroberung und Zerstörung von Troja von den Göttern günstigen Fahrtwind erhielt.<sup id="cite_ref-antik_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-antik-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Karthagisch-phoinikische_Antike">Karthagisch-phoinikische Antike</h3></div>
<p>Nach römischen Quellen opferten die <a href="Ph%C3%B6nizier" title="Phönizier">Phönizier</a> und <a href="Karthager" class="mw-redirect" title="Karthager">Karthager</a> ihren Göttern Kinder. Siehe dazu <a href="Tofet" title="Tofet">Tofet</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Römische_Antike"><span id="R.C3.B6mische_Antike"></span>Römische Antike</h3></div>
<p>Die Römer praktizierten in den ersten Jahrhunderten verschiedene Formen des Menschenopfers; von den <a href="Etrusker" title="Etrusker">Etruskern</a> (nach anderen Quellen den <a href="Sabellianer" class="mw-redirect" title="Sabellianer">Sabellianern</a>) wird die Form des <a href="Gladiator" title="Gladiator">Gladiatorenkampfes</a> überliefert, wobei die Opfer in einem rituellen Kampf erschlagen wurden. Während der frühen Republik wurden Verbrecher, Meineidige oder Betrüger feierlich „den Göttern überlassen“ (so wörtlich die spätere Fluchformel „<a href="Anathema" title="Anathema">Anathema</a>“), das heißt, als menschliche Opfer exekutiert. Kriegsgefangene und <a href="Vestalin" title="Vestalin">Vestalinnen</a> wurden den <a href="Manen" title="Manen">Manen</a> geopfert und für die Dei Inferi (die Götter der Unterwelt) <a href="Lebendig_begraben" class="mw-redirect" title="Lebendig begraben">lebendig begraben</a>. Archäologen haben Reste menschlicher Opfer in Fundamenten gefunden. Bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. äscherten die Römer überwiegend ihre Toten ein.
</p><p>Jedoch änderten die Römer ihre religiöse Praxis im Lauf der Zeit. Nach <a href="Plinius_der_J%C3%BCngere" title="Plinius der Jüngere">Plinius</a> wurden Menschenopfer durch einen Senatsbeschluss des Jahres 97 v. Chr. abgeschafft. Die meisten Rituale wurden in ein <a href="Tieropfer" title="Tieropfer">Tieropfer</a> wie das <a href="Taurobolium" title="Taurobolium">Taurobolium</a> umgewandelt oder nur mehr symbolisch vollzogen. Später hatte ein Römer die Möglichkeit, eine ihm ähnliche Statue an seiner statt zu begraben, um den Göttern für einen Sieg zu danken. <a href="Marcus_Tullius_Cicero" title="Marcus Tullius Cicero">Cicero</a> schildert ein Opfer von Götterstatuetten im Vestalinnenritual, das ursprünglich ein Opfer von alten Männern gewesen sein könnte. Als das römische Reich expandierte, beendeten die Römer die Menschenopfer und erklärten sie für barbarisch.
</p><p>In der <a href="Prinzipat" title="Prinzipat">Prinzipatszeit</a> waren Menschenopfer nach römischem Recht zwar verboten, es gibt aber Hinweise, dass sie gelegentlich im Verborgenen weiter praktiziert wurden. <a href="Lukian_von_Samosata" title="Lukian von Samosata">Lukian von Samosata</a> berichtete im 2. Jahrhundert n. Chr. in <a href="Manbidsch" title="Manbidsch">Hierapolis</a>, dem <a href="Syrien" title="Syrien">syrischen</a> Kultzentrum der Göttin <a href="Atargatis_(Gottheit)" title="Atargatis (Gottheit)">Atargatis</a>, über Fälle von Kindesopfern. Diese waren erkennbar illegal, da die geopferten Kinder in Säcke gesteckt, für Ochsen ausgegeben und so wegtransportiert wurden. <a href="Herennios_Philon" title="Herennios Philon">Philon von Byblos</a> erzählte in derselben Zeit, es sei bei den Alten Brauch gewesen, bei großer Notlage vor einem drohenden Krieg das am meisten geliebte Kind des Herrschers als Schlachtopfer zu übergeben. Zumindest die Tradition von Menschenopfern war also im Bewusstsein der Bevölkerung noch lebendig.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kelten">Kelten</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Keltische_Religion" title="Keltische Religion">Keltische Religion</a> und <a href="Berner_Lukan-Scholien" title="Berner Lukan-Scholien">Berner Lukan-Scholien</a></i></div>
<p>Nach römischen Quellen war der Brauch des Menschenopfers unter den <a href="Kelten" title="Kelten">Kelten</a> weit verbreitet. <a href="Gaius_Iulius_Caesar" title="Gaius Iulius Caesar">Gaius Iulius Caesar</a> berichtet, dass die <a href="Gallier" title="Gallier">Gallier</a> Körbe mit lebendigen Menschen füllten, um sie darin zu verbrennen (<i>wicker man</i>). Wie viel davon <a href="Propaganda" title="Propaganda">Propaganda</a> eines Feldherrn gegen den Kriegsfeind ist, kann heute nicht mehr beurteilt werden. Die <a href="Druide" title="Druide">Druiden</a> hatten demnach die Opferung zu überwachen. Während des Aufstands gegen die römische Besetzung ließ die Königin der Icener <a href="Boudicca" title="Boudicca">Boudicca</a> römische Gefangene als Opfer für die Götter an Pfähle nageln.
</p><p>Verschiedene Götter verlangten verschiedene Opfer. Die Opfer für <a href="Esus" title="Esus">Esus</a> wurden erhängt, die für <a href="Taranis" title="Taranis">Taranis</a> verbrannt, und die für <a href="Teutates" title="Teutates">Teutates</a> ertränkt. Kelten wie Germanen wählten mitunter ein <a href="Moor" title="Moor">Moor</a> als Ort der Opferung. Beispiele dafür sind Moorleichen wie der <a href="Lindow-Mann" title="Lindow-Mann">Lindow-Mann</a> in Großbritannien oder der <a href="Grauballe-Mann" title="Grauballe-Mann">Grauballe-Mann</a> in Dänemark. Bei ersterem wird freiwillige Annahme der Opferung vermutet. In der irischen Mythologie gibt es Hinweise darauf, dass die Tötung eines Einzelnen auf mehrfache Weise diesen Regeln entsprechen konnte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Germanen">Germanen</h3></div>
<p>Menschenopfer sind für die germanischen Völker und Kulturen seit historischer Zeit schriftlich belegt (frühkaiserzeitliche und spätantike Historiker), wie beispielsweise die Opferung eines Sklaven beim <a href="Nerthus" title="Nerthus">Nerthuskult</a>, (beschrieben von <a href="Tacitus" title="Tacitus">Tacitus</a>). Die archäologischen Fundauswertungen zeigen, dass Menschenopfer statistisch gesehen sehr selten praktiziert wurden. Auch für die in Norddeutschland und Dänemark gefundenen <a href="Moorleiche" title="Moorleiche">Moorleichen</a>, welche mit Menschenopfern in Verbindung gebracht werden, gilt, dass lediglich ein kleiner Teil der circa 500 Funde sicher auf den kultischen Hintergrund hinweist. In den meisten Fällen wird von der Forschung bei diesen Leichenfunden aus Mooren ein magisch-<a href="Apotrop%C3%A4ische_Handlung" title="Apotropäische Handlung">apotropäischer</a> Hintergrund gesehen. Im Zusammenhang mit Menschenopfern ist ein bedingter kultischer <a href="Kannibalismus" title="Kannibalismus">Kannibalismus</a> nachgewiesen, welche auch die <a href="Animismus_(Religion)" title="Animismus (Religion)">animistischen</a> Züge der germanischen Religion anzeigen.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Siehe auch: <a href="Opfer_(Religion)" title="Opfer (Religion)">Opfer (Religion)</a>, <a href="Germanische_Religion" title="Germanische Religion">Germanische Religion</a>, <a href="Nordgermanische_Religion" title="Nordgermanische Religion">Nordgermanische Religion</a> und <a href="Angels%C3%A4chsische_Religion" title="Angelsächsische Religion">Angelsächsische Religion</a></i>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Altamerika">Altamerika</h2></div>
<p>Einige der bekanntesten Formen des Menschenopfers wurden vermutlich während verschiedener <a href="Pr%C3%A4kolumbisch" title="Präkolumbisch">präkolumbischer</a> Kulturen <a href="Mittelamerika" title="Mittelamerika">Mittelamerikas</a> und <a href="S%C3%BCdamerika" title="Südamerika">Südamerikas</a> praktiziert. Diese Opferungen sind nicht nur in den zeitgenössischen Chroniken der Spanier belegt, sondern auch in zahllosen bildlichen Darstellungen der einzelnen Kulturen, in denen die Opferpraktiken teilweise bis ins Detail gezeigt werden.
</p><p>An der Authentizität dieser Darstellungen und den Menschenopfern an sich gibt es keine wissenschaftlichen Zweifel, zumal sie mittlerweile durch archäologische Befunde bestätigt wurden. Ihre Art und Weise und Funktion sind in der Forschung hingegen umstritten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelamerika">Mittelamerika</h3></div>
<p>Im archäologisch inzwischen weitgehend nachgewiesenen <a href="Opferkult_der_Azteken" title="Opferkult der Azteken">Opferkult der Azteken</a> entfaltete sich das Menschenopfer zeitgenössischen Berichten zufolge zu einem ungewöhnlich reich entwickelten Ritual.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jährlich sollen 10.000 bis 20.000 Gefangene von den <a href="Azteken" title="Azteken">Azteken</a> geopfert worden sein. Täglich soll <a href="Huitzilopochtli" title="Huitzilopochtli">Huitzilopochtli</a> ein Menschenopfer zur Unterstützung der Sonne bei ihrem Aufgang dargebracht worden sein. Opferte man Huitzilopochtli, so der aztekische Glaube, kein Menschenblut, so würde die Welt vernichtet.
</p><p>Opferungen für Huitzilopochtli sollen wie folgt vor sich gegangen sein: Das Opfer wurde von vier Priestern auf einem hohen Steinblock ausgestreckt. Ein fünfter Priester öffnete die Brust des Opfers mit einem schnellen Schnitt eines Steinmessers unterhalb der Rippen. Das schlagende Herz wurde herausgerissen, der Sonne entgegengehalten und anschließend in der <a href="Cuauhxicalli" title="Cuauhxicalli">Adlerschale</a> verbrannt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Abbilder der Götter wurden anschließend mit dem Blut getränkt. Die Weihe des <a href="Templo_Mayor" title="Templo Mayor">Großen Tempels</a> in <a href="Tenochtitl%C3%A1n" class="mw-redirect" title="Tenochtitlán">Tenochtitlán</a> soll von der Opferung tausender Menschen begleitet gewesen sein. Die Opfer für <a href="Xipe_Totec" title="Xipe Totec">Xipe Totec</a> sollen an einen Pfahl gefesselt und mit Pfeilen durchbohrt worden sein. Danach soll man ihnen die Haut abgezogen haben, die anschließend 20 Tage vom Priester getragen wurde. Die Mutter Erde Teteoinann forderte die <a href="Enth%C3%A4uten" title="Enthäuten">Häutung</a> weiblicher Opfer.
</p><p>Nach spanischen Quellen gehörte zur ursprünglichen Form des aztekischen Spieles <a href="Ulama_(Ballspiel)" title="Ulama (Ballspiel)">Ulama</a> die anschließende Opferung der gesamten Verlierermannschaft, nach anderer Lesart der Siegermannschaft. Die Azteken haben sogenannte <a href="Blumenkrieg" class="mw-redirect" title="Blumenkrieg">Blumenkriege</a> durchgeführt, um Gefangene zu machen, die als Material für Menschenopfer dienten. Mehrfach wurde auch berichtet, dass gefangengenommene <a href="Conquistador" class="mw-redirect" title="Conquistador">Conquistadores</a> während der <a href="Spanische_Eroberung_Mexikos" title="Spanische Eroberung Mexikos">spanischen Eroberungskriege</a> in <a href="Mexiko" title="Mexiko">Mexiko</a> geopfert wurden. Dies wurde inzwischen archäologisch bestätigt. In <a href="Zultepec" title="Zultepec">Zultepec</a> fand man die Überreste von ca. 400 Menschen. Die meisten von ihnen gehörten ursprünglich zum Tross des <a href="P%C3%A1nfilo_de_Narv%C3%A1ez" title="Pánfilo de Narváez">Pánfilo de Narváez</a> und waren mit ihm nach Mexiko gekommen. Etwa 550 Personen wurden von den Kriegern aus <a href="Texcoco" class="mw-redirect" title="Texcoco">Texcoco</a> gefangen, nach Zultepec geschafft, dort über mehrere Monate hinweg geopfert und zum Teil verspeist.
</p><p>Die Azteken sollen adlige Opfer zuweilen im rituellen Kampf getötet haben: Dem Geopferten, der lediglich einen Lendenschurz trug und an den Boden gekettet war, habe man eine Waffe und einen Schild gegeben und er musste dann bis zu seinem Tod gegen einen gepanzerten <a href="Jaguarkrieger" title="Jaguarkrieger">Jaguarkrieger</a> kämpfen. In der alten <a href="Totonaken" title="Totonaken">Totonaken</a>-Stätte <a href="El_Taj%C3%ADn" title="El Tajín">El Tajín</a> sollen ebenfalls Spiele veranstaltet worden sein, bei denen der Führer des Verliererteams geköpft wurde.
</p><p>Die <a href="Maya" title="Maya">Maya</a> haben vor Kriegen, bei Dürren und bei Hungersnöten Menschenopfer dargebracht. Auch diese Opfer sind durch entsprechende Skelettfunde in sog. <a href="Cenote" title="Cenote">Cenotes</a> (Opferbrunnen) und in Überlieferungen belegt. Nach indianischen Legenden sollen bei der Weihe eines Tempels der Maya mehrere Tausend Menschen zu einem „Ball“ verknotet und die Tempeltreppe hinabgestoßen worden sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Südamerika"><span id="S.C3.BCdamerika"></span>Südamerika</h3></div>
<p>In Südamerika, insbesondere im ehemaligen Herrschaftsbereich der <a href="Inka" title="Inka">Inka</a>, werden immer wieder zusammengeschnürte Bündel mit menschlichen Überresten (oft sind es Kinder) in Höhlen und in Gletscherregionen gefunden, die man als Menschenopfer deuten kann. Als eines der besterhaltenen Menschenopfer gilt die „<a href="Juanita_(Mumie)" title="Juanita (Mumie)">Juanita</a>“ genannte Mumie eines Mädchens, die in der Nähe von <a href="Arequipa" title="Arequipa">Arequipa</a>, <a href="Peru" title="Peru">Peru</a> gefunden wurde. Menschenopfer sind auch für die Kultur der <a href="Moche" class="mw-redirect" title="Moche">Moche</a> nachgewiesen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nordamerika">Nordamerika</h3></div>
<p>Die <a href="Pawnee#Das_Morgenstern-Ritual" title="Pawnee">Skidi-Pawnee</a> opferten ab und zu ein Mädchen aus einem anderen Stamm, um die Fruchtbarkeit ihrer Felder zu sichern.
</p><p>In <a href="Cahokia" title="Cahokia">Cahokia</a>, dem Hauptzentrum der <a href="Mississippi-Kultur" title="Mississippi-Kultur">Mississippi-Kultur</a>, wurden in einem Grabhügel rund 280 Leichen gefunden, die wahrscheinlich zum selben Zeitpunkt starben, also vermutlich geopfert wurden.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ozeanien">Ozeanien</h2></div>
<p>In weiten Bereichen des pazifischen Raumes (<a href="Melanesien" title="Melanesien">Melanesien</a>, <a href="Mikronesien" title="Mikronesien">Mikronesien</a> und <a href="Polynesien" title="Polynesien">Polynesien</a>) waren Menschenopfer früher weit verbreitet.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für <a href="Hawaii" title="Hawaii">Hawaii</a> sind Menschenopfer sicher belegt. Die Opfer wurden meist in Zeremonialstätten (<a href="Marae" title="Marae">Marae</a>) getötet, wo man ihr Fleisch auf Altären verwesen ließ. Teilweise wurden die Opfer schon vorher außerhalb des Tempels getötet. Vor der Tötung wurden ihnen die Augen herausgerissen und eventuell der Penis abgeschnitten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Antikes_Judentum">Antikes Judentum</h2></div>
<p>Im <a href="Tanach" title="Tanach">Tanach</a> wurden Menschenopfer im Unterschied zu den umgebenden altorientalischen Religionen schon in früher Zeit verboten. Die Opferung von <a href="Jiftach#Jiftachs_Tochter" title="Jiftach">Jephthas Tochter</a> wird in <a href="Buch_der_Richter" title="Buch der Richter">Richter</a> 11 berichtet. Die Opferung der <a href="Erstgeburt" title="Erstgeburt">Erstgeburt</a> musste durch ein Tieropfer ausgelöst werden. Dies steht hinter der ursprünglich selbständigen Erzählung von der Beinahe-<a href="Opferung_Isaaks" class="mw-redirect" title="Opferung Isaaks">Opferung Isaaks</a> (Gen 22).<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Religionsgeschichtlich gesehen hat die <a href="J%C3%BCdische_Religion" title="Jüdische Religion">Jüdische Religion</a> damit das Menschenopfer abgeschafft und durch ein <a href="Pars_pro_toto" title="Pars pro toto"><i>pars-pro-toto</i></a>-Opfer, die <a href="Brit_Mila" title="Brit Mila">Beschneidung</a>, ersetzt.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies war Ergebnis einer längeren theologischen Auseinandersetzung mit älteren kanaanäischen und frühisraelitischen Menschenopferkulten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bau-_oder_Fundamentopfer">Bau- oder Fundamentopfer</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bauopfer" title="Bauopfer">Bauopfer</a></i></div>
<p>Als Ausdruck des Baal-Kultes opferte nach dem Bericht des 1. Buchs der Könige ein <i>Hiel aus <a href="Bet_El" title="Bet El">Bethel</a></i> seine eigenen Söhne: <a href="1._Buch_der_K%C3%B6nige" title="1. Buch der Könige"><span style="white-space:nowrap;">1 Kön</span></a> 16,34 : <i>...um den Preis seines Erstgeborenen Abiram legte er die Fundamente, und um den Preis seines jüngsten Sohnes Segub setzte er die Tore ein.</i> Das Opfer der eigenen Söhne, das Hiel als Preis für den Wiederaufbau der kanaanäischen Stadt <a href="Jericho" title="Jericho">Jericho</a> zahlte, sollte vermutlich die Götter zufriedenstellen, die dort zuvor wohnten. Möglich ist auch, dass er damit diesen profanen Ort zum sakralen Kultplatz machte. Denn Bethel war ein altes nordisraelisches, wohl zuvor kanaanäisches Heiligtum: Der Name bedeutet <i>Haus <a href="El_(Gott)" title="El (Gott)">Els</a></i>, und dieser <a href="Theophorer_Name" title="Theophorer Name">theophore Name</a> bezeichnete im <a href="Ugarit" title="Ugarit">ugaritischen</a> <a href="G%C3%B6tterwelt" title="Götterwelt">Pantheon</a> den höchsten Gott.
</p><p>Jerichos Wiederaufbau galt als Rückkehr zu kanaanäischen Verhältnissen und war daher im <a href="Buch_Josua" title="Buch Josua">Buch Josua</a> mit einem strengen Fluch <a href="JHWH" title="JHWH">JHWHs</a> belegt (<a href="Buch_Josua" title="Buch Josua"><span style="white-space:nowrap;">Jos</span></a> 6,26 ). Das Opfer der Söhne Hiels wurde also nicht als Gottes ureigener Wille, sondern vielmehr als gerechte Strafe für die Übertretung seines Verbots gedeutet. Hiels Tat erscheint im Kontext als kaum zu überbietende Steigerung des Götzendienstes, denn sie folgt auf die summarische Kritik an der <a href="Synkretismus" title="Synkretismus">synkretistischen</a> Religionspolitik des Königs <a href="Ahab_(K%C3%B6nig)" title="Ahab (König)">Ahab</a> und geht der Geschichte <a href="Elija" title="Elija">Elijas</a> voraus, der die Vermischung des Glaubens an JHWH mit dem Kult des kanaanäischen Fruchtbarkeitsgottes <a href="Ba%E2%80%99al" class="mw-redirect" title="Ba’al">Baal</a> radikal bekämpfte (<a href="1._Buch_der_K%C3%B6nige" title="1. Buch der Könige"><span style="white-space:nowrap;">1 Kön</span></a> 17ff ).<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erstgeburtsopfer">Erstgeburtsopfer</h3></div>
<p>Im Unterschied zu den umliegenden Völkern wurde in Israel keine Menschenopfer gebracht. Zwar erhebt Gott in der <a href="Tora" title="Tora">Tora</a> mehrfach (Ex 13,2.12f; 22,28f; 34,19f; Num 3,1ff; 18,15; Dtn 15,19) die Erstgeburt, doch die Gebote machen unmissverständlich klar, dass die ersten Söhne im Unterschied zu den Tieren nicht geopfert werden durften, sondern unbedingt durch ein Tieropfer ersetzt (ausgelöst) werden mussten. Die Erstgeborenen müssen durch <a href="Pidjon_ha-Ben" title="Pidjon ha-Ben">Pidjon ha-Ben</a> („Auslösung des Sohnes“) gegenüber einem Nachkommen eines Priesters (<a href="Kohanim" class="mw-redirect" title="Kohanim">Kohen</a>) ausgelöst werden. Wer dennoch Menschen opferte, wurde mit der <a href="Todesstrafe" title="Todesstrafe">Todesstrafe</a> bedroht (Lev 20,2; Dtn 18,10 u. a.). Wenn Könige wie <a href="Ahas" title="Ahas">Ahas</a> (2 Kön 16,3) und <a href="Manasse_(K%C3%B6nig)" title="Manasse (König)">Manasse</a> (2 Kön 21,6) weiterhin den alten Kulten folgten, verstießen sie gegen dieses Gebot und zogen den Zorn JHWHs, der durch die <a href="Prophet" class="mw-redirect" title="Prophet">Propheten</a> mitgeteilt wurde, auf sich. Menschenopfer galten ihnen als typisches Zeichen der Verehrung fremder Götter wie <a href="Moloch_(Religion)" title="Moloch (Religion)">Moloch</a> und <a href="Ba%E2%80%99al" class="mw-redirect" title="Ba’al">Baal</a>:
</p>
<dl><dd><a href="Jeremia" title="Jeremia"><span style="white-space:nowrap;">Jer</span></a> 3,24 : <i>Doch der Baal fraß seit unserer Jugend alles, was unsere Väter erwarben, ihre Schafe und Rinder, ihre Söhne und Töchter.</i></dd>
<dd><a href="Buch_der_Psalmen" title="Buch der Psalmen"><span style="white-space:nowrap;">Ps</span></a> 106,37ff : <i>Sie brachten ihre Söhne und Töchter dar als Opfer für die Dämonen. Sie vergossen schuldloses Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten.</i></dd></dl>
<p>Der biblischen Geschichtsüberlieferung zufolge war das Opfer der ersten Söhne in Israels Umwelt üblich:
</p>
<dl><dd><a href="2._Buch_der_K%C3%B6nige" title="2. Buch der Könige"><span style="white-space:nowrap;">2 Kön</span></a> 3,27 : <i>Da nahm er</i> [der König der <a href="Moabiter" title="Moabiter">Moabiter</a> ] <i>seinen erstgeborenen Sohn, der nach ihm König werden sollte, und brachte ihn auf der Mauer als Brandopfer dar.</i></dd>
<dd><a href="2._Buch_Samuel" title="2. Buch Samuel"><span style="white-space:nowrap;">2 Sam</span></a> 21,9 : <i>Er lieferte sie den <a href="Gibeoniter" title="Gibeoniter">Gibeonitern</a> aus, die sie auf dem Berg vor dem Angesicht des Herrn hinrichteten.</i></dd></dl>
<p>Dass diese Bräuche auch Einzelstämme der Israeliten in vorstaatlicher Zeit beeinflussten, zeigt die folgende Geschichte:
</p>
<dl><dd><a href="Buch_der_Richter" title="Buch der Richter"><span style="white-space:nowrap;">Ri</span></a> 11,30 : <i>Jeftah legte dem Herrn ein Gelübde ab und sagte: Gibst du die Ammoniter in meine Hand, so soll das, was mir aus meiner Haustür entgegengeht, wenn ich von den Ammonitern heil zurückkomme, JHWH gehören, und ich will es als Brandopfer darbringen.</i></dd></dl>
<p>Nach dem Sieg sei ihm seine Tochter, das einzige Kind, entgegengekommen, so dass er sie nach zwei Monaten von ihr erbetener Schonfrist geopfert habe. Deshalb zögen die „Töchter Israels“ jährlich für vier Tage in die Berge, um Jeftahs Tochter zu beklagen.
</p><p>Jeremia bekämpfte die Opferung der Erstgeburt, die manche Jerusalemer offenbar von den zuvor dort lebenden Kanaanäern übernommen hatten, als Götzendienst und schweren Verstoß gegen Gottes Gebote:
</p>
<dl><dd><a href="Jeremia" title="Jeremia"><span style="white-space:nowrap;">Jer</span></a> 7,31 : <i>Auch haben sie die Kulthöhe des <a href="Tofet" title="Tofet">Tofet</a> im Tal Ben-Hinnom gebaut, um ihre Söhne und Töchter im Feuer zu verbrennen, was ich nie befohlen habe und was mir niemals in den Sinn gekommen ist.</i></dd></dl>
<p>Anders als das 1. Königsbuch nennt der Prophet Baal, nicht Moloch als den solche Opfer fordernden Gott (Jer 19,5; 32,35), Ez 16,20 dagegen spricht allgemein von den Götzen. Deshalb ist ungewiss, welchem Gott solche Opfer gebracht wurden und ob dies zu Jeremias Zeit noch praktiziert wurde (vgl. Jes 57,5).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Christentum">Christentum</h2></div>
<p>Die <a href="Kreuzigung" title="Kreuzigung">Kreuzigung</a> <a href="Jesus_Christus" title="Jesus Christus">Jesu Christi</a> wird im Neuen Testament vielfältig gedeutet. Juridische, aus der kultkritischen <a href="Prophetie" title="Prophetie">Prophetie</a> Israels stammende Sprache steht gleichwertig neben kultischer, an den israelitischen <a href="Israelitische_Tempel" class="mw-redirect" title="Israelitische Tempel">Tempelkult</a> angelehnter Ausdrucksweise. Einige Beispiele:
</p>
<ul><li>Eine Deutung vom Tod Jesu in der Tradition des Menschenopfers beinhaltet</li></ul>
<dl><dd><a href="Evangelium_nach_Markus" title="Evangelium nach Markus"><span style="white-space:nowrap;">Mk</span></a> 10,45 : <i>Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.</i></dd></dl>
<ul><li>Frühe Credoformeln in den Paulusbriefen und mündliche Rede Jesu in den Evangelien sprechen von der <i>Dahingabe</i> Jesu durch Gott, die er freiwillig übernommen habe.</li>
<li>Johanneische Theologie bezeichnet Jesus als das <a href="Pessach" title="Pessach">Passahlamm</a>, dessen Blut alle Menschen aus dem <a href="Endgericht" class="mw-redirect" title="Endgericht">Endgericht</a> gerettet habe.</li>
<li>Der <a href="Hebr%C3%A4erbrief" class="mw-redirect" title="Hebräerbrief">Hebräerbrief</a> bezeichnet Jesus als den Hohepriester, der nach dem Vorbild <a href="Melchisedek" title="Melchisedek">Melchisedeks</a> heilig und untadelig sei, so dass sein Selbstopfer die Welt habe ein für alle Mal erlösen können.</li></ul>
<p>Christen glauben im Anschluss an das <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neue Testament</a>, dass das Selbstopfer des <a href="Sohn_Gottes" title="Sohn Gottes">Sohnes Gottes</a> alle Menschen- und Tieropfer für Gott überflüssig gemacht hat. Die christliche Theologie hat seit der <a href="Satisfaktionslehre" title="Satisfaktionslehre">Satisfaktionslehre</a> <a href="Anselm_von_Canterbury" title="Anselm von Canterbury">Anselm von Canterburys</a> versucht, die neutestamentliche Vielfalt in ein gemeinsames System zu bringen. In der modernen Theologie werden Vorstellungen einer <a href="S%C3%BChne" title="Sühne">Sühne</a>, die Gott zur Befriedigung seines Zorns benötige, jedoch meist abgelehnt.
</p><p>Der reformierte Theologe <a href="Karl_Barth" title="Karl Barth">Karl Barth</a> hat den Sühnebegriff durch den Begriff der <a href="Vers%C3%B6hnung" title="Versöhnung">Versöhnung</a> ersetzt. Jesu stellvertretende Schuldübernahme wird als tiefste Begründung der <a href="Menschenrecht" class="mw-redirect" title="Menschenrecht">Menschenrechte</a> und Beginn der <a href="Eschatologie" title="Eschatologie">endzeitlichen</a> Befreiung vom <i>Nichtigen</i> (Barths Begriff für <a href="S%C3%BCnde" title="Sünde">Sünde</a>) gedeutet. Die <a href="Allvers%C3%B6hnung" class="mw-redirect" title="Allversöhnung">Allversöhnung</a> wird als Möglichkeit in Betracht gezogen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Neuzeit_und_Gegenwart">Neuzeit und Gegenwart</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Berichte_über_Menschenopfer"><span id="Berichte_.C3.BCber_Menschenopfer"></span>Berichte über Menschenopfer</h3></div>
<p>Menschenopfer werden offiziell in keinem Land mehr toleriert; sie werden vielmehr als <a href="Mord" title="Mord">Mord</a> geahndet. Es bleiben schwer nachprüfbare Berichte und Erzählungen über vereinzelte Menschenopferungen bei einigen meist traditionellen Religionsgemeinschaften:
</p>
<ul><li>bei den <a href="Muti_(Zulu)" title="Muti (Zulu)">Muti</a>-Tötungen in Afrika,</li>
<li>von Menschen mit Albinismus in <a href="Tansania" title="Tansania">Tansania</a>,<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>von Kindern (z. B. als <a href="Bauopfer" title="Bauopfer">Bauopfer</a>) in Uganda<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>bei den <a href="Aymara_(Volk)" title="Aymara (Volk)">Aymara</a>-Indianern im Bergland Perus</li>
<li>einigen indischen Anhängern des (vom tantrischen <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a> zu unterscheidenden) <a href="Tantrismus" class="mw-redirect" title="Tantrismus">Tantrismus</a>. Meist werden aber <a href="Tieropfer" title="Tieropfer">Tieropfer</a> oder symbolische Opfer <a href="In_effigie" title="In effigie">in effigie</a> dargebracht.</li>
<li><a href="Witwenverbrennung#Witwenverbrennung_heute" title="Witwenverbrennung">Sati</a> (Witwenverbrennung) in Indien.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Ersatzhandlungen">Ersatzhandlungen</h3></div>
<p>In den westlichen Kulturen gibt es keine religiösen Menschenopfer mehr. Heutige <a href="Okkultist" class="mw-redirect" title="Okkultist">Okkultisten</a> halten Menschenopfer nicht für erforderlich oder praktizieren sie allenfalls symbolisch. Diese Umgehung des Menschenopfergebots ist Teil der Humanisierung in vielen Religionen. Ihre Riten lassen sich als Ersatzhandlungen für einstigen Kannibalismus oder Opfer der Erstgeburt deuten und werden bis heute praktiziert:
</p>
<ul><li><a href="Tieropfer" title="Tieropfer">Tieropfer</a></li>
<li><a href="In_effigie" title="In effigie">In-effigie</a>-Hinrichtung</li>
<li><a href="Judasverbrennen" title="Judasverbrennen">Judasverbrennen</a> (spanisch <i>Quema de Judas</i>)</li>
<li><a href="Pars_pro_toto" title="Pars pro toto">Pars-pro-toto</a>-Opfer (zum Beispiel <a href="Zirkumzision" title="Zirkumzision">Beschneidung</a>)</li>
<li><a href="Puppenverbrennung" class="mw-redirect" title="Puppenverbrennung">Puppenverbrennung</a> (Mittsommer, alemannische Fastnacht, <a href="Nubbel" title="Nubbel">Nubbelverbrennung</a>, <a href="Sechsel%C3%A4uten" title="Sechseläuten">Sechseläuten</a>, <a href="Burning_Man" title="Burning Man">Burning Man</a>, St.-Hans-Fest)</li>
<li><a href="Stieropfer" class="mw-redirect mw-disambig" title="Stieropfer">Stieropfer</a> (als Ersatz für den Königsmord im alten Orient)</li>
<li><a href="Votiv" class="mw-redirect" title="Votiv">Votivopfer</a> (primär geköpfte Keramiken)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
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</style><div class="column-multiple" style="column-width:30em;">
<ul><li><a href="Ritualmord" title="Ritualmord">Ritualmord</a></li>
<li><a href="Opferkult_der_Azteken" title="Opferkult der Azteken">Opferkult der Azteken</a></li>
<li><a href="Nebenbestattungen" class="mw-redirect" title="Nebenbestattungen">Nebenbestattungen</a></li>
<li><a href="Selbstmordattentat#Das_Selbstmordattentat_als_regressives_Menschenopfer" title="Selbstmordattentat">Selbstmordattentat als regressives Menschenopfer</a></li></ul>
</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Miranda Aldhouse Green: <i>Menschenopfer – Ritualmord von der Eisenzeit bis zum Ende der Antike.</i> Magnus, Essen 2003, ISBN 3-88400-009-8.</li>
<li>Hans Bonnet: <i>Menschenopfer.</i> In: <i>Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte.</i> Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 452–455.</li>
<li><a href="Walter_Burkert" title="Walter Burkert">Walter Burkert</a>: <i>Homo necans: Interpretationen altgriechischer Opferriten und Mythen.</i> 2. Auflage. de Gruyter1997, ISBN 3-11-015098-0.</li>
<li>Nigel Davies: <i>Opfertod und Menschenopfer</i>. Ullstein TB, 1986, ISBN 3-548-32059-7.</li>
<li><a href="Gunnar_Heinsohn" title="Gunnar Heinsohn">Gunnar Heinsohn</a>: <i>Die Erschaffung der Götter – Das Opfer als Ursprung der Religion.</i> Rowohlt 1997, ISBN 3-498-02937-1.</li>
<li><a href="Wolfgang_Helck" title="Wolfgang Helck">Wolfgang Helck</a>, <a href="Eberhard_Otto_(%C3%84gyptologe)" title="Eberhard Otto (Ägyptologe)">Eberhard Otto</a>: <i>Menschenopfer.</i> In: <i>Kleines Lexikon der Ägyptologie.</i> Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S. 186 f.</li>
<li>Peter Hassler: <i>Menschenopfer bei den Azteken? Eine quellen- und ideologiekritische Studie.</i> Lang, Bern 1992, ISBN 3-261-04587-6.</li>
<li>Garry Hogg: <i>Cannibalism and Human Sacrifice.</i> Robert Hale Ltd, 1990, ISBN 0-7090-4243-4 (englisch).</li>
<li>Michael Ley: <i>Holokaust als Menschenopfer.</i> 2002, ISBN 3-8258-6408-1.</li>
<li><a href="Hyam_Maccoby" title="Hyam Maccoby">Hyam Maccoby</a>: <i>Der Heilige Henker. Die Menschenopfer als Vermächtnis der Schuld.</i> Thorbeke 1999, ISBN 3-7995-0096-0.</li>
<li>Mark Pizzato: <i>Theatres of Human Sacrifice. From Ancient Ritual to Screen Violence.</i> State University of New York Press, 2004, ISBN 0-7914-6259-5 (englisch).</li>
<li><a href="Michael_Rind" title="Michael Rind">Michael Rind</a>: <i>Menschenopfer. Vom Kult der Grausamkeit.</i> Universitätsverlag Regensburg. 2. Auflage 1998, ISBN 3-930480-64-6 (kleine Übersicht).</li>
<li><a href="Dirk_Steuernagel" title="Dirk Steuernagel">Dirk Steuernagel</a>: <i>Menschenopfer und Mord am Altar. Griechische Mythen in etruskischen Gräbern.</i> Reichert, 1998, ISBN 3-89500-051-5.</li>
<li>Patrick Tierney: <i>Zu Ehren der Götter. Menschenopfer in den Anden.</i> Dromer Knaur, München 1989, ISBN 3-426-26440-4.</li>
<li>Elise Thorvildsen: <i>Menneskeofringer i oldtiden</i> In: KUML 1952 S. 32–48</li>
<li>Katja Triplett: <i>Menschenopfer und Selbstopfer in den japanischen Legenden. Das Frankfurter Manuskript der Matsura Sayohime-Legende.</i> Lit, 2005, ISBN 3-8258-7990-9.</li>
<li>Paul Volz: <i>Die biblischen Altertümer.</i> Komet Verlag, Köln 1914, ISBN 3-89836-316-3.</li>
<li>Franz Wegener: <i>Kelten, Hexen, Holocaust. Menschenopfer in Deutschland.</i> Kulturförderverlag Ruhrgebiet, 2004, ISBN 3-931300-14-5.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Human_sacrifice?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Menschenopfer</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Menschenopfer" class="extiw external" title="wikt:Menschenopfer">Wiktionary: Menschenopfer</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelbelege">Einzelbelege</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Ina Wunn: <i>Die Religionen in vorgeschichtlicher Zeit.</i> Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-016726-X. S. 87, 162.</span>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Christian Türcke: <i>Philosophie des Traums.</i> C. H. Beck Verlag, München 2008, ISBN 978-3-406-57637-9.</span>
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<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/keine-kinderopfer-in-karthago/">damals.de</a></span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Kühn: <i>Die Königsgräber der 1. & 2. Dynastie in Abydos.</i> In: <i>Kemet.</i> Heft 1, 2008.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Albrecht_Weber" title="Albrecht Weber">Albrecht Weber</a>: <i>Ueber Menschenopfer bei den Indern der vedischen Zeit.</i> In: <i>Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft,</i> Band 18, Nr. 1/2, 1864, S. 262–287</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Jan_Gonda" title="Jan Gonda">Jan Gonda</a>: <i>Notes on Púrisa.</i> In: <i>Annals of the Bhandarkar Oriental Research Institute,</i> Band 68, Nr. 1/4, 1987, S. 1–14, hier S. 1</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text"> Dieter Schlingloff: <i>Menschenopfer in Kauśāmbī.</i> In: <i>Indo-Iranian Journal,</i> Band 11, Nr. 3, 1968–69, S. 175–189, hier S. 175–178</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Rudolf Fischer: <i>Die schwarzen Pharaonen.</i> Bergisch Gladbach 1986, S. 235, ISBN 3-88199-303-7.</span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/archaeologie-menschenopfer-in-europas-aeltestem-sonnenobservatorium-169239.html">Menschenopfer in Europas ältestem Sonnenobservatorium</a> FAZ vom 8. August 2003.</span>
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<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Rodney Castleden: <i>The Stonehenge people: an exploration of life in neolithic Britain, 4700 – 2000 B.C.</i> 1987 S. 204, 235 f.</span>
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<li id="cite_note-antik-19"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-antik_19-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-antik_19-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Michael Grant, John Harel; <i> Lexikon der antiken Mythen und Gestalten</i>, C. H. Beck, Nördlingen 1973, ISBN 3-423-03181-6.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Andreas_Feldtkeller_(Theologe)" title="Andreas Feldtkeller (Theologe)">Andreas Feldtkeller</a>: <i>Im Reich der Syrischen Göttin. Eine religiös plurale Kultur als Umwelt des frühen Christentums.</i> Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 1994, S. 189, 245.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="G%C3%BCnter_Behm-Blancke" title="Günter Behm-Blancke">Günter Behm-Blancke</a>: <i>Kult und Ideologie.</i> In: B. Krüger: <i>Die Germanen.</i> Band 1. Akademie Verlag, Berlin 1983. S. 363ff. Rudolf Simek: <i>Religion und Mythologie der Germanen.</i> S. 42 ff.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Der Spiegel 22/26. Mai 2003: <i>Totenkult am Feuerberg. Warum haben die Azteken Menschen gehäutet und Kinder geopfert?</i></span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernal Díaz del Castillo: <i>Wahrhafte Geschichte der Eroberung von Mexiko.</i> 1988, S. 261.</span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/huegelstadt-cahokia-amerikas-mysterioese-megacity-a-551650.html">Amerikas mysteriöse Megacity Teil 2</a>. <a href="Der_Spiegel" title="Der Spiegel">Der Spiegel</a>, 6. Mai 2008</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Ina Wunn: <i>Naturreligionen</i>, in Peter Antes (Hrsg.): <i>Daran glauben wir – Vielfalt der Religionen.</i> Vollständig überarbeitete Neuauflage, Lutherisches Verlagshaus, Hannover 2012, ISBN 978-3-7859-1087-0. S. 281; vgl. Alfred Schoch: <i>Rituelle Menschentötungen in Polynesien. Ein Beitrag zur Frage der Menschenopfer unter Berücksichtigung der kulturellen, soziologischen und wirtschftlichen Struktur dieser unter dem ethnologischen Sammelbegriff „polynesische Kultur“ zusammengefassten Bevölkerungsgruppe auf den Inseln der Südsee.</i> Leufke, Ulm 1954; Valerio Valeri: <i>The Human Sacrifice: Ritual and Society in Ancient Hawaii.</i> University of Chicago Press, Chicfago 1985</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Werner H. Schmidt: <i>Alttestamentlicher Glaube in seiner Geschichte</i>. Neukirchen-Vluyn 1982, S. 136</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Gunnar_Heinsohn" title="Gunnar Heinsohn">Gunnar Heinsohn</a>: <i>Die Erschaffung der Götter. Das Opfer als Ursprung der Religion.</i> Rowohlt, Hamburg 1997, S. 150f.</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_Palaver" title="Wolfgang Palaver">Wolfgang Palaver</a>: <cite style="font-style:italic">René Girards mimetische Theorie im Kontext kulturtheoretischer und gesellschaftspolitischer Fragen</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Beiträge zur mimetischen Theorie</cite>. 3. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>6</span>. Lit-Verlag, Wien / Berlin / Münster 2008, ISBN 978-3-8258-3451-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>230</span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=P4pQZoDWRHQC&pg=PA230&q=Bauopfer+Menschenopfer+Antike#v=onepage">eingeschränkte Vorschau</a> in der Google-Buchsuche [abgerufen am 8. August 2011]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Menschenopfer&rft.atitle=Ren%C3%A9+Girards+mimetische+Theorie+im+Kontext+kulturtheoretischer+und+gesellschaftspolitischer+Fragen&rft.au=Wolfgang+Palaver&rft.btitle=Beitr%C3%A4ge+zur+mimetischen+Theorie&rft.date=2008&rft.edition=3.&rft.genre=book&rft.isbn=9783825834517&rft.pages=230&rft.place=Wien+%2F+Berlin+%2F+M%C3%BCnster&rft.pub=Lit-Verlag&rft.volume=6" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20090412190118/http://www.sueddeutsche.de/wissen/723/444461/text/">Süddeutsche Zeitung</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 12. April 2009 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">ARD: "Die Story": Wenn Wunderheiler Kinder opfern, <a rel="nofollow" class="external free" href="https://programm.ard.de/TV/tagesschau24/Programmkalender/?sendung=287211434477754">https://programm.ard.de/TV/tagesschau24/Programmkalender/?sendung=287211434477754</a>, abgerufen am 4. März 2021</span>
</li>
</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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